„Wir wollen mit unseren Partnern nicht nur über die Energiewende sprechen, sondern gemeinsam konkrete Lösungen für den jeweiligen Standort entwickeln. Genau das verstehen wir unter einer strategischen Energiepartnerschaft. Das Volkspark-Stadion bietet dafür hervorragende Möglichkeiten“, erklärt Sven Anders.
Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch begrüßt diese Initiative: „Das Volkspark-Stadion gehört seit 100 Jahren zu Gotha und soll auch für die kommenden Jahrzehnte gut aufgestellt sein. Deshalb ist es richtig, dass wir gemeinsam mit unseren Stadtwerken jetzt auch die energetische Zukunft dieses besonderen Standortes in den Blick nehmen. Wenn wir erneuerbare Energie vor Ort erzeugen und gleichzeitig neue Lösungen für die Wärmeversorgung entwickeln können, ist das ein Gewinn für das Stadion und für unsere Stadt.“
Landrat Onno Eckert betont: „Die Stadtwerke zeigen, wie wichtig regionale Wertschöpfung ist. Mit ihnen als Partner wollen wir zeigen, dass Weiterentwicklung kein Teufelszeug ist. Die Energiepartnerschaft ist dafür ein gutes Beispiel.“
Als symbolisches Startsignal der neuen Partnerschaft sieht Sven Anders die zum Jubiläum eingeweihte Stadtwerke Photovoltaik-Blume: „Sie folgt automatisch dem Stand der Sonne und erzeugt regenerativen Strom unmittelbar vor Ort. Dabei steht sie bewusst auch für den zukünftigen gemeinsamen Kurs der Energiepartnerschaft.“
Das „sportliche Engagement“ der Gothaer Stadtwerke Energie vor Ort im Stadion zeigt sich auch mit dem neuen Stadtwerke-Beach-Court. Die neue Sportanlage für Beachvolleyball haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke gemeinsam mit externen Partnern geschaffen. Am Jubiläumstag wurde sie dem Zweckverband des Volkspark-Stadions übergeben.
Aufbau von weiteren Energiepartnerschaften
Neben der Zusammenarbeit mit dem Zweckverband des Volkspark-Stadions streben die Stadtwerke an, künftig mit weiteren Unternehmen und Institutionen der Region strategische Energiepartnerschaften einzugehen, um gemeinsam standortbezogene, regenerative und wirtschaftlich tragfähige Energielösungen für Strom und Wärme zu entwickeln und umzusetzen.
Die Gothaer Stadtwerke Energie und die Gothaer Spar- und Bauverein e.G. (GSB) beschlossen in diesem Zusammenhang Ende Juli die Zusammenarbeit für ein neues Wärmekonzept. Das Vorhaben: Rund 30 Gebäude mit insgesamt rund 250 Wohneinheiten im Quartier Vereinsstraße in Gotha-Ost sollen künftig über ein Wärmenetz versorgt werden. Die Wärme soll nach aktuellem Planungsstand unter Nutzung oberflächennaher Geothermie entstehen. Am Beginn steht eine Machbarkeitsstudie, die das Projekt auf Herz und Nieren prüft – unter anderem auf Wirtschaftlichkeit. Fallen die Ergebnisse positiv aus, geht das Projekt in die Umsetzung. Die geplante Zusammenarbeit zwischen den Gothaer Stadtwerken und der GSB wurde durch eine Kooperationsvereinbarung bekräftigt.